die Vorteile

keine Bauarbeiten

wartungsfreier Dauerbetrieb

hoher Trocknungseffekt

sinkende Heizkosten

besseres Wohnklima

denkmalsschutzgerecht

 

 

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Die Ursachen für Nässe im Mauerwerk:
aufsteigende Feuchte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 16. Oktober 2009 um 18:13 Uhr

Kapillar aufsteigende Feuchte ist in alten Gebäuden die häufigste Ursache und maßgeblich an Feuchteschäden beteiligt. Altes Ziegelmauerwerk kann bei Sättigung bis zu 400 Liter Wasser je m³ aufnehmen. Alle Baustoffe haben Hohlräumen, gröbere Poren und Feinporen in denen das Wasser, angetrieben durch Kapillar-und elektrophysikalische Kräfte, unter Überwindung der Schwerkraft langsam nach oben steigt. Dabei wurden schon Steighöhen von über drei Meter beobachtet. Horizontale und vertikale Feuchtesperren sind in alten Gebäuden oft nicht vorhanden oder im Laufe der Jahre durchlässig geworden.

Das Wasser steigt um so höher, je mehr die Verdunstungsfähigkeit der Wand eingeschränkt ist. So manche Wand, die innen raumhoch gefliest und außen mit Vollwärmeschutz zugeklebt wurde, hält für seinen Besitzer in den nächsten Jahren noch manche Überraschung bereit. Aufsteigende Feuchte ist nicht an Grundwasser gebunden. Sie ist ein weltweites Problem und kommt selbst in Wüsten vor.

Mit AquaEx ist hier die Trockenlegung besonders wirksam, weil die Ursache für aufsteigende Feuchte dauerhaft beseitigt wird.


Kapillarität

Kapillarität oder Kapillareffekt (lat. capillaris, das Haar betreffend) ist das Verhalten von Flüssigkeiten, das sie bei Kontakt mit Kapillaren, z. B. engen Röhren, Spalten oder Hohlräumen, in Feststoffen zeigen.

Beispiel: Taucht man ein Glasröhrchen senkrecht in Wasser, steigt das Wasser in der engen Glasröhre ein Stück gegen die Gravitationskraft nach oben.

Diese Effekte werden durch die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten selbst und der Grenzflächenspannung von Flüssigkeiten mit der festen Oberfläche (im Beispiel: des Glases) hervorgerufen.

 

Die Kapillaraszension tritt bei Flüssigkeiten auf, die das Material des Kapillargefäßes benetzen, wie beispielsweise Wasser auf Glas. Das Wasser steigt in einem Glasröhrchen auf und bildet eine konkave Oberfläche (Meniskus). Dieses Verhalten ist auf die Adhäsionskraft (Kraft, die zwischen zwei Stoffen wirkt) zurückzuführen.

Die Kapillardepression tritt auf, wenn die Flüssigkeit das Material der Gefäßoberfläche nicht benetzt. Beispiele dafür sind Quecksilber auf Glas oder Wasser auf Glas mit eingefetteter Oberfläche. Solche Flüssigkeiten haben in einem Röhrchen einen niedrigeren Pegel als in der Umgebung und eine konvexe Oberfläche.

Je kleiner der Durchmesser, desto größer sind der Kapillardruck und die Steighöhe. Eine Kapillare von 1 µm Durchmesser erzeugt einen Saugdruck von 2,8 bar, entsprechend einer Saughöhe bei benetzendem Wasser von 28 Metern.

Zwei Glasplatten, zwischen denen sich ein Wasserfilm der Dicke 1 µm befindet, werden vom Wasser mit einem Druck von 2,8 bar aneinander gehalten. Deshalb zerbrechen feucht gewordene Objektträger, wenn man versucht, sie auseinander zu ziehen.

Die Flüssigkeit steigt aufgrund von Adhäsionskräften an die Wand des Röhrchens und somit lediglich bis zu dessen Ende, selbst wenn die Kapillarität eine größere Steighöhe erlaubte. Es gibt hier also kein Perpetuum Mobile, bei dem aus einem zu kurzen Glasröhrchen aufgrund des Kapillareffektes laufend Flüssigkeit sprudelt – hierbei würde schließlich potentielle Energie gewonnen.

Formel [Bearbeiten]

Die Steighöhe h (in Metern) einer Flüssigkeitssäule ist gegeben durch:

 

Dabei ist:

σ = Oberflächenspannung (J/m² oder N/m)

θ = Kontaktwinkel

ρ = Dichte der Flüssigkeit (kg/m3)

g = Beschleunigung durch die Schwerkraft (m/s²)

r = Radius der Röhre (m)

Für eine wassergefüllte Glasröhre, die gegen die Luft auf Meereshöhe offen ist,

σ = 0,0728 J/m² bei 20 °C

θ = 20° = 0,35 rad

ρ = 1000 kg/m3

g = 9,8 m/s²

so ergibt sich für die Steighöhe:

 

Für eine breite Röhre mit r = 1 m folgt daraus eine Steighöhe um nicht merkliche 0,014 mm. Bei 1 cm würde das Wasser um 1,4 mm und bei einer Kapillare mit einem Radius von 0,1 mm um 14 cm steigen.

 

Molekulare Betrachtung

Grundsätzlich beruht der Effekt der Kapillarität auf den Molekularkräften, die innerhalb eines Stoffes (Kohäsionskräfte) und an der Grenzfläche zwischen einer Flüssigkeit, einem festen Körper (Gefäßwand) und einem Gas (z. B. Luft) auftreten (Adhäsionskräfte). Häufig hat der Kapillareffekt auch die Bedeutung von Oberflächenspannung.

Im Innern eines Körpers heben sich die auf ein bestimmtes Molekül wirkenden Kräfte aus seiner Umgebung gegenseitig auf. An den Rändern jedoch ergibt sich eine resultierende Kraft, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Material entweder in die Flüssigkeit hinein oder aus ihr heraus gerichtet ist. Ist die Wirkung der Gefäßwandung gegenüber den Kohäsionskräften in der Flüssigkeit klein, dann zeigt die resultierende Kraft ins Innere der Flüssigkeit. Deren Oberfläche ist an der Kontaktstelle zur Wand nach unten gekrümmt und benetzt die Gefäßwand nicht (z. B. Quecksilber im Glasgefäß). Ist jedoch die Wirkung der Gefäßwandung gegenüber den Kohäsionskräften in der Flüssigkeit groß, dann zeigt die resultierende Kraft in die Gefäßwandung hinein und die Flüssigkeit ist am Rande nach oben gebogen. Die Flüssigkeit benetzt die Wandung (z. B. Wasser oder Petroleum im Glasgefäß).

 

Praktische Anwendungen

Füller: Ein Beispiel für eine Anwendung ist der Füller oder Füllfederhalter, bzw. seine Feder. Sie besitzt in der Regel auf halber Länge ein kleines, rundes Loch, in dem sich die Tinte sammelt, um von dort durch die Kapillarwirkung durch einen sehr feinen Schlitz an die Spitze transportiert zu werden.

 

 

Füllfederhalter

Papier: Es ist nicht möglich, auf einer nichtbenetzenden Oberfläche mit flüssiger Tinte zu schreiben. Daher ist das Schreiben mit einem Füller auf Glas kaum möglich, da die Tinte die Glasoberfläche nicht benetzt und somit nicht an ihr haftet. Auf benetzenden Medien, wie beispielsweise Papier, kann die Tinte haften. Papier saugt mittels Kapillareffekt die Tinte regelrecht auf, es ist sogar möglich über Kopf zu schreiben.

 

Pflanzen: In Bäumen und anderen Pflanzen wird das Wasser von den Wurzeln aufgenommen und dann bis in die Krone transportiert, wo es aus den Spaltöffnungen der Blätter (oder Nadeln) verdunstet oder für die Photosynthese benötigt wird. Beim Transport gegen die Schwerkraft wirkt die Verdunstung im oberen Bereich der Pflanze als Sog (Transpirationssog), Kohäsionskräfte des Wassers in der Pflanze verhindern ein Abreißen des Flüssigkeitsstroms, und der Kapillareffekt begünstigt mit dem osmotischen Effekt (Wurzeldruck) den Aufstieg. Nach neuen Erkenntnissen können Bäume maximal 130 Meter hoch werden, da dann der osmotische Druck zusammen mit den Kapillarkräften nicht mehr ausreicht, die Schwerkraft zu überwinden.

 

Chemie: In der Papierchromatographie nutzt man den Kapillareffekt, indem eine Lösung auf ein Spezialpapier getropft wird und an diesem aufsteigt, wobei Bestandteile der Lösung mitgetragen werden. Aufgrund der unterschiedlichen Laufweite können die Stoffe getrennt werden.

Medizin: Um kleine Mengen Blut abzuzapfen, kann man einen kleinen Einstich in die Gefäße an den Fingern oder am Ohrläppchen vornehmen und an das austretende Blut ein dünnes Sammelröhrchen halten, in dem das Blut aufgrund des Kapillareffektes aufsteigt und somit gesammelt werden kann.

Textilien: Eine ähnliche Saugwirkung wie beim Papier lässt sich auch bei Putzlappen bzw. Stoffen beobachten. Das gleiche gilt auch für Schwämme. Für Papier, Putzlappen und Schwämme gilt dabei: Je größer die innere Oberfläche (pro Volumen), desto größer auch die Saugwirkung.

 

 

Lötkegel

Löten: Auch beim Löten tritt der Effekt auf: Das heiße Lot fließt durch die Kapillarwirkung in den Bereich zwischen Draht und Bohrloch. Auch in ein Drahtgeflecht saugt sich das Lot hinein (Entlötlitze). An der Form des Lötkegels dagegen kann man erkennen, dass es sich um eine benetzende Flüssigkeit handelt. Sollte dieser nicht konkav und auf der Platine flach auslaufend sein, hat man höchstwahrscheinlich eine kalte Lötstelle produziert. Wegen der Kapillarität kann man theoretisch auch „über Kopf“ löten.

 

Bauwesen: An Häusern und Bauwerken ohne geeignete Schutzmaßnahmen ist im Mauerwerk oft der – hier jedoch unerwünschte – Kapillar-Effekt zu beobachten, weil die verwendeten Baumaterialien je nach Porengehalt in unterschiedlichem Maße Feuchtigkeit entgegen der Schwerkraft (zumeist aus dem Erdreich bei direktem Bodenkontakt) aufsteigen lassen. Die Wärmeleitfähigkeit des Baumaterials nimmt mit zunehmender Feuchtigkeitsaufnahme zu, so dass der Wärmeverlust des Gebäudes größer wird. Eine große Saugfähigkeit ist beispielsweise in Mauern aus Ziegelsteinen (leichtgebrannt), Porenbeton (sog. „Gasbeton“) und Kalksandsteinen gegeben, eine deutlich geringere Kapillarwirkung ist bei hartgebrannten Ziegelsteinen (Klinker) und Beton zu beobachten. Um den Kapillarstrom in Gebäuden zu unterbrechen, werden im Fundamentbereich wasserdichte Trennschichten, z. B. eine Bitumenbahn, eingebaut.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. November 2009 um 12:42 Uhr
 
Kondensfeuchte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 16. Oktober 2009 um 18:13 Uhr

Kondensfeuchte durch anhaltend hohe Luftfeuchtigkeit

Kondensfeuchte entsteht durch Taupunktunterschreitung der Luftfeuchtigkeit an kalten Bauteilen. Überall dort, wo Luft bis unter den Taupunkt abkühlt, wird aus Wasserdampf flüssiges Wasser. Der Volksmund sagt dazu auch "Schwitzen". Besonders stark tritt dieser Effekt im Sommer in Kellern auf, wenn sehr warme Außenluft in kühle Keller einströmt und an den kalten Wänden kondensiert. Hält dieser Zustand länger an, können sich erhebliche Wassermengen in den Wänden ansammeln.

Sommerfeuchte Keller lassen sich durch richtige Lüftung verhindern. Dazu nur lüften, wenn die Außenluft einige Grad kühler ist als die Kellerluft. Automatische Kellerlüftungssysteme arbeiten nach diesem Prinzip.

 

 

 

Kondensation

Kondensation von Luftfeuchtigkeit an einer kalten Flasche.

Als physikalische Kondensation bezeichnet man das Übergehen eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen Aggregatzustand. Als Produkt entsteht das Kondensat. Dieser Prozess erfolgt unter bestimmten Druck- und Temperaturbedingungen, die man als Kondensationspunkt bezeichnet. Während des Übergangs bleibt die Temperatur konstant, sämtliche entzogene Wärme wird in Form der Kondensationswärme in die Zustandsänderung investiert. Das Gegenteil der Kondensation ist das Verdampfen (in Form von Sieden oder Verdunstung).

 

Thermodynamische Grundlagen

 

Kondensationsprozesse gehorchen zwar dem gleichen Grundprinzip, es lassen sich aber dennoch zwei grundlegende Typen unterscheiden. Bedingung ist in jedem Fall, dass die Gasphase bezüglich des jeweiligen Gases übersättigt ist. Die Basis der darauf aufbauenden Differenzierung wird nun durch den jeweiligen Nukleationsprozess bestimmt, also die Art und Weise wie sich die Flüssigkeitspartikel aus der Gasphase heraus bilden. Erfolgt diese frei, also durch ein statisches Zusammentreffen von Gasteilchen, spricht man von einer homogenen Kondensation. Da es hierzu notwendig ist, dass sich ausreichend langsame Teilchen ohne weitere Hilfe zu größeren Strukturen zusammenfinden, ist dieser Prozess nur mit einer extremen Übersättigung von in der Regel mehreren hundert Prozent möglich. Im Gegensatz dazu benötigt man bei der heterogenen Kondensation nur sehr geringe Übersättigungen von oft sogar unter einem Prozent. Diese Form der Kondensation erfolgt an bereits existierenden Oberflächen, also im Regelfall an in der Gasphase schwebenden festen Partikeln, den Kondensationskernen bzw. Aerosolteilchen. Diese fungieren in Bezug auf das jeweilige Gas als eine Art Teilchenfänger, wobei im Wesentlichen der Radius und die chemischen Eigenschaften des Partikels bestimmen, wie gut die Gasteilchen an ihm haften bleiben. Analog gilt dies auch für Oberflächen nicht partikulärer Körper, wobei man dann von einem Beschlag spricht.

Der Kondensationsprozess ist wie dargelegt also von der Wechselwirkung zwischen Gas und Partikeln bestimmt und kann daher auch nur über mikrophysikalische Methoden beschrieben werden. Dies bedingt jedoch auch eine hohe Bandbreite an Parametern, die sich nie alle vollständig messtechnisch erfassen lassen und folglich auch einer exakten Berechnung von Kondensationsprozessen zuwider laufen. Dies kann in vielen Fällen zu einem unerwarteten Systemverhalten führen und muss daher bei sensiblen Anwendungen mit berücksichtigt werden.

 

Der Kondensation kommt im Falle des Wassers der Erdatmosphäre zusammen mit der Verdunstung eine gesonderte Bedeutung zu, da der Phasenübergang zwischen Wasserdampf und flüssigem Wasser ein grundlegender Prozess des natürlichen Wasserkreislaufs sowie des Wetters überhaupt ist. Auf makrophysikalischer Ebene sind hier allein schon die Umsatzmengen enorm, da das atmosphärische Wasser mit rund 13·1015 kg eine mittlere Verweildauer von nur rund 10 Tagen besitzt, also auch innerhalb dieses Zeitraums im Wesentlichen über die Kondensation umgesetzt wird. Dabei ist die Kondensation der Grundprozess jeder Bildung von flüssigem Niederschlag aus Wasserdampf sowie der Nebel- und Wolkenbildung. Über die latente Wärme wird dabei auch der Wärmehaushalt der Erde entscheidend mitgeprägt.

Auf mikrophysikalischer Ebene sind die Kondensationsprozesse jedoch wie gezeigt sehr komplex und entziehen sich der exakten Vorhersagbarkeit. Dabei kommt es in der Atmosphäre praktisch ausschließlich zur heterogenen Nukleation, also in diesem Fall der Bildung von Wassertröpfchen aus der Luft heraus. Die hierfür notwendige Übersättigung der Luft muss nach den jeweils herrschenden Bedingungen unterschiedlich stark sein, um eine Kondensation hervorzurufen. Sie kann einerseits durch eine Erhöhung der absoluten Luftfeuchtigkeit im Zuge der Verdunstung bzw. Sublimation und andererseits durch eine Reduktion der Lufttemperatur erreicht werden. Dabei dominiert die Abkühlung, speziell die adiabatische, also eine Verminderung der maximalen Feuchte, die die Luft imstande ist aufzunehmen. Ist der Durchmesser der Aerosolteilchen über grob 1 μm groß, so reichen schon oft Übersättigungen von wenigen Zehntel Prozent aus. Weiterhin ist es bedeutend, ob die Oberfläche der Partikel hydrophile oder hydrophobe Eigenschaften aufweist, die die Anlagerung von Wasserdampfteilchen erleichtern bzw. erschweren. Ebenso bedeutsam ist selbstverständlich die Konzentration der Aerosolteilchen in der Gasphase.

Die meteorologische und klimatologische Aerosolforschung muss also eine ganze Palette von Einflussfaktoren berücksichten, wobei zusätzlich zu den schon betrachteten noch andere Faktoren wie das räumliche und zeitliche Auftreten der Aerosolpartikel hinzu kommen. All diese Faktoren müssen dabei miteinander in Bezug gesetzt werden, um zu einem richtigen Verständnis von Prozessen der Niederschlags- und Wolkenbildung zu kommen, die wiederum Einfluss auf den Wasser- und Strahlungshaushalt haben. Dies ist zwar auf qualitativer Ebene recht gut möglich, der quantitative Einfluss dieser Parameter vor allem auf globaler Ebene ist jedoch schwer zu ermitteln und bildet einen Unsicherheitsfaktor in allen Klimamodellen.

Technische Anwendungen

 

Dampfkraftwerk

Innerhalb von Dampfkraftwerken ist die Kondensation des Abdampfes aus der Dampfturbine am Kondensator ein wesentlicher Verfahrensabschnitt. Mit der Verflüssigung des Wasserdampfes wird zum einen Speisewasser für den Dampferzeuger bereitgestellt sowie der thermodynamisch notwendige Schritt des Entzugs der Abwärme aus dem Wasserdampf vollzogen.

Heizungsnetze

Bei großen Chemieparks ist die Kondensation von Wasserdampf eine wirtschaftliche bedeutende Größe, da die Energieversorgung für chemische Prozesse in einzelnen Betrieben mit Wasserdampf erfolgt. Nach Abgabe der thermischen Energie liegt kondensiertes Wasser vor, das über Ringleitungen gesammelt wird. Dieses im Normalfall „reine“ Wasser wird nach Qualitätskontrollen und eventueller Aufbereitung wieder dem Dampferzeuger als sogenanntes Speisewasser zur Erzeugung von Dampf zugeführt. Durch eine solche Kondensatrückführung lassen sich massive Einsparungen erzielen.

Auch Heiznetze in Eisenbahnzügen oder Mietshäusern verwend(et)en teilweise Nassdampf zum Wärmetransport. Die Heizkörpertemperatur stellt sich von selbst auf max. ca. 100 °C (Kondensationstemperatur des Wassers bei den verwendeten geringen Überdrücken) ein.

Destillation

Die Destillation ist ein wichtiges Verfahren zur Stofftrennung. Dabei werden die unterschiedlichen Kondensationstemperaturen verschiedener Stoffe ausgenutzt, nachdem sie verdampft wurden.

Die Herstellung von Spiritus bzw. auch Branntwein erfolgt z. B. durch Gärung und anschließende Destillation des Wasser-Alkohol-Gemisches. Dabei werden die unterschiedlichen Kondensationstemperaturen von Wasser und Alkohol ausgenutzt.

Durch Destillation werden auch reines Wasser (destilliertes Wasser) sowie in der Petrolchemie aus Erdöl Kohlenwasserstoffe bestimmter Molekülgrößen (z. B. Leichtöl, Schweröl, Teer) gewonnen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. November 2009 um 12:42 Uhr
 
eindringendes Wasser PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 16. Oktober 2009 um 18:13 Uhr

Eindringendes Wasser und defekte Leitungen

 

Drückendes Grund-oder Schichtenwasser, seitlich eindringendes Wasser bei Hanglagen, Spritzwasser im Sockelbereich, Schlagregen, undichte Dächer, defekte oder verstopfte Dachrinnen und Fallrohre oder Rohrbrüche in der Wand können Ursachen für feuchte Wände sein. Bevor eine kostenintensive Mauerentfeuchtung in Auftrag gegeben wird, sollten diese Ursachen ausgeschlossen sein. Manches kann durch intensive Beobachtung selbst ermittelt werden z.B. defekte Dachentwässerungen oder Dachdeckungen. Undichte Abwasserleitungen in der Erde können mittels ferngesteuerter Rohrkamera gefunden werden. Andere Ursachen wie z.B. die Unterscheidung zwischen Kondensfeuchte und aufsteigender Feuchte sind nur durch spezielle Messungen durch den Fachmann ermittelbar.

Besondere Sogfalt ist erforderlich, wenn Grund-oder Schichtenwasser im Keller eindringt. Oft ist es einfacher, dieses Wasser gezielt abzuleiten als den Versuch zu unternehmen das Haus dagegen abzudichten. Bei wasserundurchlässigen Untergründen z.B. Lehm-und Tonböden kann auch der Einbau einer Drainage sinnvoll sein. Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch Teilsickerdrainagen sinnvoll.

Dazu sollte aber unbedingt ein erfahrener Fachmann zu Rate gezogen werden. Ein Großteil der selbst oder von Fachbetrieben eingebauten Drainagen funktioniert schlecht oder gar nicht.

 

Fazit: Eine Mauertrockenlegung gleich welcher Art hat nur Sinn, wenn aufsteigende Feuchte vorliegt.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. November 2009 um 12:41 Uhr
 
hygroskopische Feuchte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 16. Oktober 2009 um 18:13 Uhr

Hygroskopische Feuchte durch hohe Salzkonzentrationen

 

Hygroskopische Feuchte entsteht durch wasseranziehende Salzeinlagerungen in Wandbereichen. Schwerpunkte sind oft alte Toilettenanlagen, stillgelegte Schornsteine, ehemalige Ställe oder Räume in denen Chemikalien, Düngesalze u.ä. gelagert oder verarbeitet wurden. Prinzipiell gibt es kein altes Mauerwerk ohne eingelagerte Salze. Die hygroskopische Aktivität der verschiedenen Salze (Nitrate, Cloride, Sulfate) ist unterschiedlich und wird hauptsächlich von der Temperatur und der Luftfeuchte bestimmt. Das bei hoher Luftfeuchte aufgenommene Wasser reichert sich in der Wand immer mehr an, wenn es nicht wieder verdunsten kann. Abhilfe ist nur möglich durch einen sehr aufwändigen Maueraustausch (nur bei extremer Versalzung zu empfehlen), Entsalzungskompressen oder durch Putzerneuerung.

Da sich die Salze vor allem im Putz anreichern, lassen sie sich mit dem Putz leicht entfernen. Danach die Wand gründlich abkehren, Fugen tief auskratzen und neu verputzen. Verschiedene entwickelte Entsalzungsverfahren sind sehr aufwändig und haben sich größteteils in der Praxis nicht bewährt. Am ehesten hat sich die Entsalzung mittels Kompressen bewährt. Dazu wird eine salzanziehende Paste aufgestrichen und nach Austrocknung wieder entfernt.

Vor solchen Maßnahmen sollten aber unbedingt Salzproben entnommen und ausgewertet werden.

 

 

 

Hygroskopie

Hygroskopie (v. griech. hygrós „feucht, nass“ und skopein „anschauen“) bezeichnet in der Chemie und Physik die Eigenschaft, Feuchtigkeit aus der Umgebung (meist in Form von Wasserdampf aus der Luftfeuchtigkeit) zu binden. Viele aufnehmende Stoffe – soweit es sich um feste Stoffe handelt – zerfließen oder verklumpen durch die Wasseraufnahme. Davon ausgenommen sind poröse Materialien, die das Wasser in ihren Hohlräumen binden.

Hygroskopie wird oft fälschlicherweise als Hydroskopie (aufgrund des altgriechischen Wortes το ύδορ „das Wasser“ – sprich „to hydor“) bezeichnet. Das deutsche „hydros“ kommt vom Genitiv, welcher sich dann im Griechischen ύδρος schreibt.

 

Unerwünschte Effekte

Die Eigenschaft ist in der Praxis oft unerwünscht, zum Beispiel wenn Kochsalz aufgrund von aufgenommener Luftfeuchtigkeit verklumpt. Kochsalz ist allerdings nicht selbst hygroskopisch, die Feuchtigkeitsaufnahme resultiert aus Spuren von Magnesiumchlorid im Kochsalz. Auch in anderen Bereichen ist dieser Effekt von Bedeutung.

Bei Zuckerwaren (Bonbons und Lollies) verändert sich die Oberfläche: transparente Produkte werden matt, glatte Oberflächen kleben und glänzende Bonbons (z. B. Goldnüsse und Seidenkissen) verlieren den Glanz (Fachbegriff "Absterben"). Minderwertige Ware mit hohem Wassergehalt zerläuft (Fachbegriff "kaltes Fließen").

Die Bremsflüssigkeit von Fahrzeugen neigt ebenfalls dazu, Wasser zu binden. Beim Bremsen erwärmt sich die Bremsflüssigkeit. Dabei kommt es zur Wasserdampfbildung im Bremssystem, was zum Absinken des Bremsdrucks führt. Aus diesem Grund wird ein zweijähriger Wechsel der Bremsflüssigkeit empfohlen. Auch im Modellbau ist der hygroskopische Effekt unerwünscht, da der für Glühzündermotoren verwendete Treibstoff Nitromethan enthält, welches hygroskopisch ist und so oft durch unsachgemäße Lagerung verdorben wird. Im Bauwesen ist hygroskopisches Material bei bewitterten Bauteilen von Nachteil, da die Wasserteilchen im Baumaterial bei Frost zu Eiskristallen umgewandelt werden. Diese Kristalle haben ein größeres Volumen als die Wasserteilchen und können zum Abplatzen oder zur Zerstörung von inneren Strukturen des Materials führen. Deshalb werden bei sensiblen Bauteilen frostunempfindliche Materialien gefordert, d. h. diese Materialien dürfen nicht hygroskopisch sein.

 

Hygroskopie bei Baumaterialien

Die Hygroskopizität von Baumaterialien, insbesondere die des Innenausbaus (wie z. B. Putze, Bodenbeläge und Holz), kann entscheidend auf die Luftfeuchtigkeit eines Raumes und somit auf das Raumklima insgesamt Einfluss haben. Die Baustoffe, die viel Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und bei Bedarf rasch wieder abgeben können (hygroskopische Baustoffe: weitestgehend alle pflanzlichen und tierischen Baustoffe wie Holz oder Schafwolle und poröse mineralische Stoffe wie Ziegel, Kalk und Lehm), sind gegenüber nicht saugfähigen Baustoffen (z. B. Kunststoffe, Metalle, Beton) für ein angenehmes Raumklima besonders zu empfehlen. Siehe hierzu auch Dampfsperre, sowie Schlagregendichtheit, Wasserdampfdiffusionswiderstand und Wasseraufnahmekoeffizient eines Baustoffs.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. November 2009 um 12:41 Uhr
 


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